2/12 1941 Lieber Herr Gerschon! Es geht uns schlecht herzlichst und kalt; der Frau Richter Lucani habe ich Näheres geschrieben. Ein guter Manne half mir mit diesem Geld aus. Ich bitte Sie daher an diesem die selbigen Lei 9000 mit Postanweisung zu übersenden u.z. Cluj Iwan Pajveanu notar public Atachi |:Judal Soricea:| Da man auf Postanweisung nichts schreiben darf, dann bitte mit Correspondenz Karte an dieselbe Adresse folgendes zu schreiben: „Vam trinus Lei 9000 spul alugerirea im pru-mutulin dat Dlui Dr. Hilsenrads dim Mohilew.“ [Wir zahlten 9000 Lei für den Ankauf des Darlehens, das Dr. Hilsenrads von Mohilew gewährt wurde.] Wie geht es Ihren lieben Frau; hoffentlich ist sie auch gesund. Sollten Sie und Ihre l. Frau Radauti verlassen müssen, dann bitte ich alle Ihnen übergebenen Sachen und Vorrate auf meine Rechnung ins Bräuhaus zu überführen. Ihr ahnt es nicht wie billig Ihr dort lebt.
Hier kostet ein Brot bis 40 Rubel, iL. [XXX] bis 25 Rubel u.s.w. Ich bitte Ihre Frau von uns bestens grüssen zu lassen, ebenso Empfehlungen an Familie Grecul auszurichten. Meine Frau und ich grüssen Sie bestens Dr. Hilsenrad