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F-1061, inventar 1, dosar 2, 72 - de

Scan eines Briefes aus Transnistrien in die Bukowina, den Dr. Albert Twers mitgebracht hat

An: Familie Salomon Stern (Bierbrauerei)

Wir haben Euch schon einige mal geschrieben ohne aber von von Euch Antwort zu erhalten. Gleichzeitig wundert es uns warum Ihr uns mit Regenstreifs Pillensendung auch nicht einen Gruß zukommen liesset. So bitten wir Euch nach Möglichkeit alles zu unternehmen und uns Hilfe zukommen zu lassen; sei es durch Verkauf unserer Sachen bei den Nachbarn nebstbei bemerkt haben die Leute unser Speisezimmer in Aufbewahrung. Vielleicht möchten uns die Fam.[ilie] aus Bukarest oder die Familie Schapira aus Galati etwas helfen. Wir leiden bereits Hunger, weil wir uns nicht satt zu essen leisten können. Wir benötigen zumindest 500 Lei täglich um nicht zu verhungern, da alles unermäßig teuer ist. Wir kochen schon längst alles ohne Fett. Da wie verlautbare wurde der Rubel bis zum 26. Dez.[ember] getauscht wird, ist ein großer Brotmangel entstanden. Euere l.[ieben] Eltern sind in Schavgorod und behaupten Regenstreif daß Geld übersendet zu haben. Eine Bestätigung habe nicht gesehen, auch sonst haben wir har keine Nachricht von denen. Lebensmittel wenn es Euch möglich ist, welche wertvoller als Geld sind, bitten wir uns zu schicken u.[nd] zw.[ar] Salz, Zucker, Gris, etc.
David hat noch von Ataki Gelenksentzündung (kalten Abzess) und benötigt 20 Calciuminjektionen, die wir hier nicht haben. Wie geht es Euch meine Liebsten gesundheitlich? Folget meinen Rat: Esset und trinket soviel Ihr könnt. Ich habe mir vor paar Tagen daß rechte Knöchel ausgerenkt, der Fuß liegt in einer provisorischen Holzschiene, hoffentlich nicht gebrochen, momentan ziemlich geschwollen. Von Verdienstmöglichkeiten ist bei uns keine Spur, soll man uns nur in Ruhe lassen. Von Clara haben wir eine Karte vom 2/XII erhalten Ich grüße und küsse Euch herzlichst und [XXX] baldiges Wiedersehen Euer Josef

Meine Liebsten!
Ich glaube Euch nichts mehr beifügen zu müssen. Bitte den Brief an die Tema Rudich undbedingt zu übergeben.Wir befinden uns in großer Not u. gleich dem Ertrinkenden klamern [XXX] einsam an alles. Der l.[iebe] Ward ist furchtbar heruntergekommen u. hütet schon seit fast 7 Wochen das Bett. Unternehmet alles um uns zu helfen. Hier sind bereits alle schon sehr geschwächet. Wie geht es euch? Im Vorhinein bestens dankend grüßt auch Eure Susi

Es sind viele Leute in der Wina bei Jägendorf auch ohne dementsprechenden Beruf angekommen. Möchte uns Familie Regenstreif protegieren wäre ich nicht gezwungen Geld kosten zu lassen und schwere Arbeit darauf zu lenken, der Autorization wegen

Scan eines Briefes aus Transnistrien in die Bukowina, den Dr. Albert Twers mitgebracht hat

D-lui
Salomon Stern
Bierbrauerei

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