15/XII 1941
Liebste Rachella!
Endlich die erste Nachricht nach 2 langen Monaten erhalten, die uns schon Jahre scheinen. Die 8 Tabletten und Wollsocken erhalten. Wie mir Deine Schwester schreibt, hat sie von Dir noch gar nichts erhalten, kein Paket. Was man bis jetzt fürs teuere Geld bekomen hat, ist jetzt nicht mehr möglich, denn durch die bis zum 25. D. durchzuführende Einlösung wollen die Bauern absolut nichts verkaufen, nur tauschen für Seife, Kerzen, Zünder u.s.w. Wo alle diese Sachen hernehmen? Wir suchen nur einen Ausweg um eine Änderung herbeizuführen und finden keinen. An die Zukunft kann ich gar nicht denken, die Gegenwart verdunkelt alles. Vielleicht könnte uns Herr Hermann helfen. Hat H. Prosser Euch etwas erzählt? Bitte nur baldige Nachricht. Auch wartet Deine Schwester Hilfe in Form von Marmelade, Povidl, Zucker, Tee, Perlgraupen etc. Ein Brot kostet sie über 300 Lei. Von Stiglitz wissen wir nichts. Die Spindler sind auch hier. Dank Fritz, unser tiefstes Beileid. Tausend Küsse an Euch alle Sab
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